Eilaufträge
Lieferverzug & Durchlaufzeit · Maschinenbau
Die Fertigung läuft.
Warum kommen Aufträge trotzdem zu spät raus?
Wenn Termine immer wieder verschoben werden, liegt das Problem nicht automatisch an zu wenig Kapazität. Oft verlieren Aufträge Zeit zwischen Planung, Material, Rüsten, Fertigung und Entscheidungen.
- Warte- und Liegezeiten sichtbar machen
- Prioritätswechsel und Informationsverluste erkennen
- Den tatsächlichen Engpass im Auftragsfluss bestimmen
„Ein Auftrag wird selten an einer Stelle zu spät. Meist verliert er unterwegs immer wieder Zeit.“ Nuri Erdoğan
Erdogan Strategy Partners
Entscheidend ist, wo der Auftrag zwischen den Schritten Zeit verliert.
Der tatsächliche Auftragsfluss
Bearbeitungszeit ist nur ein Teil der Durchlaufzeit.
Zwischen den produktiven Arbeitsschritten können Aufträge warten, zurückgestellt werden oder auf Informationen, Material und Entscheidungen angewiesen sein.
Prioritätswechsel
Material fehlt
Rückfragen
Wartezeiten
Engpass
Wenn alles dringend wird
Eilaufträge lösen Terminprobleme kurzfristig und können den restlichen Auftragsfluss weiter destabilisieren.
Wird ein Auftrag vorgezogen, verändern sich Reihenfolge, Rüstung, Materialbedarf und Planung. Der eine Termin wird gerettet, während andere Aufträge ihre Position verlieren.
1. Auftrag wird vorgezogen
Ein wichtiger Kunde oder Termin erhält kurzfristig Vorrang.
2. Planung wird umgebaut
Andere Aufträge warten, Rüstfolgen ändern sich und Material wird neu priorisiert.
3. Neue Eilaufträge entstehen
Die verschobenen Aufträge geraten anschließend selbst unter Termindruck.
Nicht jeder Lieferverzug hat dieselbe Ursache
Die sichtbare Verzögerung entsteht oft an einer anderen Stelle.
Deshalb sollte nicht sofort eine Methode eingeführt werden. Zuerst muss klar werden, wo Aufträge tatsächlich Zeit verlieren.
Material & Freigaben
Aufträge stehen bereit, können aber nicht beginnen, weil Material, Zeichnung, Programm oder Freigabe fehlen.
Prioritätswechsel
Die geplante Reihenfolge wird regelmäßig verändert und erzeugt zusätzliche Unterbrechungen.
Informationsfluss
Vertrieb, Arbeitsvorbereitung und Fertigung arbeiten mit unterschiedlichen oder verspäteten Informationen.
Rüsten & Maschinenbelegung
Produktive Zeit geht durch Wechsel, Vorbereitung oder ungeplante Stillstände verloren.
Rüstzeiten & Engpässe genauer ansehen →Kapazität
Der tatsächliche Engpass kann auch darin liegen, dass nutzbare Kapazität dauerhaft nicht mehr ausreicht.
Kapazität prüfen →Wirtschaftlichkeit
Wenn zusätzliche Stunden und Nacharbeit gleichzeitig die Marge belasten, liegt möglicherweise ein wirtschaftliches Prozessproblem vor.
Prozessverluste prüfen →Bevor Sie Maßnahmen starten
Drei Fragen entscheiden, wo Sie ansetzen sollten.
Wo wartet der Auftrag?
An welchem Punkt verbringt der Auftrag Zeit, ohne dass wertschöpfend an ihm gearbeitet wird?
Warum wartet er dort?
Fehlen Material, Informationen, Freigaben, Maschinenzeit oder eine klare Priorität?
Was begrenzt den gesamten Durchsatz?
Welcher Engpass beeinflusst tatsächlich, wie zuverlässig Aufträge fertig werden?
Im Betrieb statt auf dem Papier
Wir verfolgen den Auftragsfluss dort, wo er tatsächlich stattfindet.
Sie kennen Kunden, Termine und betriebliche Zwänge. Ihre Mitarbeiter kennen die täglichen Unterbrechungen. Ich verbinde diese Perspektiven mit dem tatsächlichen Ablauf im Betrieb.
Nächster Schritt
Termine verschieben sich immer wieder? Dann sollten wir zuerst herausfinden, wo Ihre Aufträge Zeit verlieren.
Schildern Sie mir in 15 Minuten, was aktuell passiert. Wir ordnen gemeinsam ein, ob das Problem eher bei Kapazität, Priorisierung, Material, Rüstung oder Informationsfluss liegt.